Mein Licht von Hensel

Der Begriff „Fotografie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet: photos, „Licht“ und graphein, „malen, schreiben“, also Malen mit Licht.

 

Dem Begriff nach ist das Licht also das Wichtigste in der Fotografie. Meiner Meinung nach auch nicht nur dem Begriff nach. In meiner täglichen Praxis spielt Licht eine sehr wichtige Rolle.

Der Begriff Photographie wurde erstmals im Februar 1839 vom Astronomen Johann Heinrich von Mädler verwendet. Bis weit ins 20. Jahrhundert bezeichnete Fotografie alle Bilder, die rein durch Licht auf einer chemisch behandelten Oberfläche entstanden sind. Mit der Rechtschreibreform 1901 wurde die Schreibweise „Fotografie“ empfohlen Diese hat sich jedoch bis heute nicht ganz durchsetzen können. Gemischte Schreibungen wie „Fotographie“ oder „Photografie“ waren zu jeder Zeit eine falsche Schreibweise. Und sind es natürlich auch heute noch.

 

In den rund 30 Jahren meiner Selbständigkeit als Fotograf habe ich mit vielen unterschiedlichen Licht- und Kamerasystemen gearbeitet und bin schließlich bei dem traditionellen Unternehmen Hensel gelandet. Diese Produkte und die Philosophie des Hauses passen so wunderbar zu meinem eigenen Denken und Handeln: Qualität ohne Chichi.

Auf der Hensel Site ist sinngemäß Folgendes zu finden:

„Wir sind gerne für unsere Kunden da und schätzen den persönlichen Kontakt und soziale Kompetenzen. Wir hören zu und erfüllen deren Wünsche und streben möglichst nach langfristigen Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen. Wir lieben unsere kompetenten Mitarbeiter, die aus der Branche kommen und gerne für die Branche arbeiten.

Wir machen gerne alles selbst: erdenken, entwickeln, produzieren. Wir verzichten auf Schnickschnack. Wir bieten ein komplettes System.

Wir achten auf umweltgerechte und faire Produktionsmethoden.“

 

So weit. So gut. Damit kann ich mich identifizieren und handele in viel Aspekten seit Jahren so.

Als Fotograf, der überwiegend Menschen vor der Kamera hat, geht es mir um eine hohe Flexibilität und Geschwindigkeit meiner Werkzeuge. Aus dem sehr umfangreichen Sortiment verwende ich in meiner täglichen Arbeit die ExpertD Geräte, den Nova Generator und natürlich den Porty. Neben unterschiedlichsten Lichtformern verwende ich gerne den Ringblitz, den ich als eigenständiges System ansehe. Seit Jahren bin ich ein Verfechter des gerichteten Lichtes und die „einfach“ zu bedienenden Lichtwannen und Softboxen bleiben bei mir meistens im Schrank. Mein Hauptlicht für viele Portraits ist der „Grand120“ ohne Zwischendiffusoren, einfach ganz direkt. Die Brillanz dieses Lichtes fasziniert mich immer wieder. Details, die kaum denkbar sind, werden sichtbar. Der unfassbare Detailreichtum, der leider manchem Gesicht nicht so gut tut, erfordert ein sorgfältiges Arbeiten.

Ich bin ein Verfechter von klaren Lichtstrukturen und einer gedanklichen Konzeption vor der eigentlichen Aufnahme. Immer wieder sehe ich Fotografen, die im Studio als erstes ihre Kamera zur Hand nehmen. Das ist meiner Meinung nach nicht die richtige Arbeitsweise, denn natürlich ist die Perspektive entscheidend, jedoch sollte das Licht davor kommen!

Wenn ich als Hauptlicht mit gerichtetem Licht arbeite, so setzte ich in aller Regel auch für den Hintergrund ein direktes Licht ein. Bei weichem Licht gehe ich ähnlich vor, wobei hier aufgrund der weichen Struktur etwas lässiger gearbeitet werden kann. Fehler in der Lichtsetzung werden nicht sofort sichtbar und viele Anfänger bevorzugen deshalb Softboxen.

Viele Fotografen legen leider viel mehr Wert auf eine perfekte Kamera (Die ist natürlich wichtig und auch ich bin im Besitz von mehreren Modellen, wobei mir die wirklich perfekte Kamera noch in meiner Sammlung fehlt, denn ich habe sie noch nicht gefunden) als auf ein variables Lichtsystem.

Im fertigen Bild ist auch für Kenner nicht ohne weiteres erkennbar, mit welcher Kamera es aufgenommen wurde. Das Licht hingegen ist erkennbar. Sichtbar ist die Struktur, die Härte, der Schmelz, die Brillanz. Diese Faktoren sind viel entscheidender für die Güte eines Fotos, als die Kameramarke A oder B. Für die Kritischen Leser sei an dieser Stelle angemerkt, dass es wirklich sichtbare Unterschiede von einzelnen Reflektoren und Lichtherstellern gibt. Das zu erkennen, erfordert viel Übung.

Sehen lernen hört nie auf!

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