Was ist eigentlich "Bildsprache?"

Bildsprache ist eine Form visueller Kommunikation im Sinne der konzeptionellen Fotografie. Darunter versteht man den Ausdruck eines Bildes im Kontext einer einheitlichen, konsequent geführten visuellen Sprache, in die sich einzelne Bilder einer Serie eindeutig einordnen lassen. Gemeint sind durchgängige Codes, Metaphern, Symbolik, Bezugsrahmen, Ausdrucksformen und „Ansprachen“ – mit dem Ziel, bestimmte Verhaltensmuster oder Emotionen auszulösen.

Bildsprache zielt damit auf eine kontrollierte Wirkung im Dialog zwischen Bild und Betrachter. Unternehmen nutzen fotografische Bildsprache als Instrument der visuellen Kommunikation: zur authentischen Selbstdarstellung von Werten, Eigenschaften und Emotionen, aber auch im Marketing – also marktbezogen gegenüber Zielgruppen und zur Abgrenzung gegenüber Wettbewerbern. In diesem Zusammenhang spricht man häufig von Corporate Pictures.

Auch Wandel gehört zum Repertoire einer Bildsprache. Wenn Unternehmen sich auf veränderte Markt- und Umfeldbedingungen einstellen, kalibrieren sie ihre visuelle Sprache neu – bewusst, strategisch und in der Regel mit klarer Zielsetzung.

So stellte die Bildagentur Shutterstock im Jahr 2018 fest, dass Diversity-Motive in Marketingkampagnen von Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Begründet wurde dies mit gesellschaftlichen Veränderungen, etwa durch Generationswechsel, die stärkere Sichtbarkeit unterschiedlicher Ethnien, Homo-Ehen, Globalisierung oder die Inklusion von Minderheiten. Über Bildsprache lässt sich beispielsweise auch interkulturelle Kompetenz ausdrücken.

 

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